AOK im Saarland weist negative Jahresbilanz aus breaking news

Saarbrücken Die AOK, die größte Krankenkasse im Saarland, hat ihre Jahresbilanz vorgestellt. Erstmals seit Jahren steht dabei allerdings ein Minus unter dem Strich. Ein Kostenfaktor sticht dabei heraus.

AOK im Saarland weist negative Jahresbilanz aus breaking news

Saarbrücken Die AOK, die größte Krankenkasse im Saarland, hat ihre Jahresbilanz vorgestellt. Erstmals seit Jahren steht dabei allerdings ein Minus unter dem Strich. Ein Kostenfaktor sticht dabei heraus.

AOK im Saarland weist negative Jahresbilanz aus breaking news
04 Temmuz 2022 - 21:00

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Die AOK für das Saarland und Rheinland-Pfalz hat das vergangene Geschäftsjahr 2021 mit einem Minus von 325 Millionen Euro abgeschlossen. Die entsprechende Bilanz hat der AOK-Verwaltungsrat vorgelegt. Das Haushaltsvolumen der AOK Saarland/ Rheinland-Pfalz betrug im Jahr 2021 rund 5,2 Milliarden Euro. Täglich investierte die Krankenkasse rund 13 Millionen Euro in die Gesundheitsversorgung ihrer 1,2 Millionen Versicherten in den beiden Bundesländern. Unter anderem wegen der vielen kostensteigernden Gesetze steht nach Jahren mit positiven Ergebnissen nun eine Lücke in der Jahresbilanz für das Jahr 2021.

„Unsere Leistungsausgaben im Jahr 2021 je Versicherten sind insgesamt um rund 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, liegen jedoch abermals deutlich unter der Entwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung insgesamt, die eine Steigerung von 5,8 Prozent aufweist“, erklärt Dietmar Muscheid, Verwaltungsratsvorsitzender der AOK Saarland/Rheinland-Pfalz. Bernd Vogler, ebenfalls Verwaltungsratsvorsitzender, ergänzt: „Der stationäre Bereich Krankenhaus bleibt mit rund 1,72 Milliarden Euro eindeutig der größte Ausgabenblock. Mit Abstand folgen die Arzneimittelausgaben in Höhe von 780 Millionen Euro sowie die Ausgaben für die ambulante ärztliche Versorgung in Höhe von 710 Millionen Euro.“

Der AOK machen die erheblichen Ausgabensteigerungen, die durch die Bundesgesetzgebung bereits vor der Pandemie verursacht wurden, Sorgen. Insbesondere durch das Gesetz zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Pflege, das die Kassen verpflichtet, Vermögen abzugeben, hat die AOK an Rhein, Saar, Nahe und Mosel im Jahr 2021 auf einen Schlag Rücklagen verloren. Diese Mittel stünden somit weder für den Ausbau der Gesundheitsversorgung noch als Reserve für gesundheitliche Notlagen zur Verfügung. Dabei sei nun in Berlin das erneute zwangsweise Herunterfahren der Reserven der Krankenkassen als Eckpunkte für die zukünftige Kassenfinanzierung in Planung. Diesen Eingriff in die Finanzhoheit der Krankenkassen kritisiert die AOK scharf.

Der AOK-Verwaltungsrat zeigt sich von den nun vorlegten Eckpunkten enttäuscht. Insbesondere davon, dass der Staat auch weiterhin bei der Finanzierung der gesundheitlichen Versorgung von ALG-II-Empfängern seiner sozialen Kernaufgaben nicht nachkomme. Im staatlichen Auftrag organisierten und bezahlten die gesetzliche Krankenkassen die gesundheitliche Versorgung der ALG-II-Bezieher, erhielten jedoch pro Jahr zehn Milliarden Euro weniger aus Steuermitteln, als sie aufwendeten. Ein nun vorgesehener kleiner Extra-Bundeszuschuss in Verbindung mit einem Bundesdarlehen und geplante Beitragserhöhungen um 0,3 Prozentpunkte seien keine solide und nachhaltige Finanzierung der gesundheitlichen Versorgung der Versicherten.



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